Der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Baden – Württemberg e.V. – Träger von zwei EUTB Beratungsstellen

Im Bild Sabine Goetz und Irina Aberle. Beide lächeln : )
Die Beratungsstellen

Der Verein trägt die EUTB Beratungsstellen im Main-Tauber-Kreis und im Alb-Donau-Kreis. Das Team der Beratungsstelle in Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis besteht aus Mirjam Rögner-Schneider und Anja Weinmann.

Im Alb-Donau-Kreis berät Angela Rubens. Die Beratungsstelle hat ihr Büro in Blaubeuren.

Darüber hinaus unterhält der Träger eine weitere Beratungsstelle für unabhängige Beratung in Tübingen, die durch die Aktion Mensch gefördert wird. In Tübingen besteht das Team aus Sabine Goetz, die die Beratungsstelle führt und Irina Aberle, die für das Back-Office zuständig ist.

Eine neue Rolle für den Landesverband

Der Landesverband hat die Trägerschaft der zwei EUTB Beratungsstellen gern übernommen. „Es war uns eine Selbstverständlichkeit, weiße Flecken in Baden-Württemberg abzudecken, um auch hier Menschen mit Behinderung durch unabhängige Beratung unterstützen zu können. Dabei war uns klar, dass es eine Herausforderung ist, denn wir sind in eine völlig neue Rolle gekommen.“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin Sabine Goetz.

Der Verein ist jetzt als Träger der Beratungsstellen Arbeitgeber für die Beratenden und Vertragspartner unter anderem für Vermieter und Telekommunikationsunternehmen. Die gesamte Beschaffung der Mittel liegt in der Verantwortung des Trägers. Er verwaltet die Umsetzung der Förderung der Beratungsstellen im Rahmen des bundesweiten Förderprojektes EUTB.

„Es müssen sehr viele Dinge beachtet werden. Wir müssen flexibel sein, da wir eine garantierte Förderung über den Zeitraum von 2022 hinaus nicht haben.“ – so Sabine Goetz im Gespräch.  Wir können keine langfristigen Verträge schließen. Oft wollen die Vermieter aber eine lange Vertragsbindung bei der Anmietung von Büroräumen. Dies macht die Suche nach einem barrierefreien Objekt dann erst recht zur Herausforderung. Außerdem benötigen die Beraterinnen sowie der Träger Planungssicherheit in Bezug auf das weiter bestehende Arbeitsverhältnis. Manche Kolleginnen haben dafür unbefristete Arbeitsstellen verlassen, um sich kompetent bei der EUTB einbringen zu können.

Der Träger muss auch an seine Beratungsteams und deren Wohlergehen denken und hierfür handeln. Es gibt nicht selten problematische Beratungen, die den Beratenden selbst nahe gehen. Sie zu unterstützen und für die seelische Gesundheit der Beratenden zu sorgen ist auch eine wichtige Aufgabe für den Träger. Die Kosten hierfür werden von der Förderung der EUTB nicht abgedeckt.

Mehr Unterstützung und Einweisung sind notwendig

Um die neue Rolle als Träger von einer Beratungsstelle mit Angestellten und Geschäftspartnern souverän wahrnehmen zu können, hat der Verein viel Zeit und Arbeit in das Projekt investiert. Die ganze Unternehmung ist kein Selbstläufer, der einfach so funktioniert und es bedarf einer Koordinierungsstelle, die bezahlt sein muss, denn die Bürokratie nimmt überhand. Hier hätte sich der Verein mehr Unterstützung durch die Fachstelle bei der Umsetzung gewünscht. „Die Plattform des GSUB für die Durchführung des Förderprojektes ist sperrig und nicht gerade leicht zu handhaben. Da wäre etwas mehr Support im Vorfeld sowie während der Projektlaufzeit, beispielweise in Form einer Schulung durch die Fachstelle wirklich wünschenswert gewesen“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin.

Eigenanteil ist sehr problematisch

Problematisch ist auch der Eigenanteil. Für den Landesverband als gemeinnützigen Verein ist das Aufbringen der finanziellen Mittel für den nach der Förderrichtlinie der EUTB verpflichtend zu erfüllenden Eigenanteil durch den Träge schwierig. „Da regt sich dann so ein ungutes Gefühl über die Ungewissheit der sicheren Förderung ein weiteres Mal, zumal der Eigenanteil auch nicht durch ehrenamtliche Tätigkeit erbracht werden kann. Letztlich übernimmt der Träger hier ein nicht geringes Risiko. Damit muss man als Vorstand oder Geschäftsstellenleiterin erst mal klarkommen. Für uns als Träger und für unsere Beratungsteams sowie unsere Klientinnen und Klienten ist eine dauerhafte und garantierte Förderung der EUTB ein wichtiges und hoffentlich vor 2022 zu erreichendes Ziel!“, so Sabine Goetz.

Die Beratungsstellen in der Presse

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