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Bild mit blauem Kreis und weinroter Umrandung. Weiße Schrift im Kreis #EUTB4ever darunter #Netzwerk
T-Shirt Challenge – EUTB4Ever

Die T-Shirt Challenge setzt sich für eine sofortige dauerhafte Finanzierung der EUTB ein. Die Finanzierung der EUTB soll gesichert sein, um zu erreichen, dass die EUTB als Teil der Beratungslandschaft für Menschen mit (drohender) Behinderung deutschlandweit und flächendeckend dauerhaft besteht.

Was ist die EUTB?

Die EUTB ist die Abkürzung für „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“. Durch die bundesweit verteilten Beratungsstellen soll Menschen mit (drohender) Behinderung und deren Angehörigen geholfen werden sich über ihre Rechte und Ansprüche zu informieren und diese durchzusetzen. Dies ist eine wesentliche Säule um Teilhabe in der Gesellschaft tatsächlich zu ermöglichen. Viele benötigen jemanden, der ihnen hilft und sie bei der Einforderung und Durchsetzung der eigenen Rechte unterstützt. Anträge und Erklärungen gegenüber Behörden sind oftmals bereits für Menschen ohne Handicap eine Herausforderung. Viele Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung mit drohender oder bereits eingetretener Behinderung in einer besonderen Lebenssituation befinden, fällt dies zusätzlich schwer. Die Beratung durch die EUTB-Beratungsstellen ist unabhängig von Leistungserbringern  und Leistungsträgern. Der Ratsuchende kann sich sicher sein, dass ihm keine Informationen vorenthalten werden, da der Beratende allein seinen Interessen verpflichtet ist.

Hinzu tritt der Umstand, dass die EUTB Beratenden aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit einer Behinderung oder als Angehöriger eines Menschen mit Behinderung über besondere Erfahrungen und Wissen verfügen.

Wie ist der Stand?

Der Bund hat den Aufbau von Beratungsstellen seit 2018 finanziell unterstützt, indem er die Kosten für die Beratungsstelle übernimmt. Dem Start der Beratungsstellen ging ein Förderverfahren voraus.

Die Beratungsstellen der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung haben eine Menge Aufbauarbeit hinter sich und noch viel Vernetzungs- und Beratungsarbeit vor sich. Trotzdem ist es ihnen gelungen immerhin 33.00 Beratungen in den ersten drei Monaten 2019 zu leisten. Die enorme Nachfrage zeigt die Wichtigkeit der EUTB. Der Aufbau und die gesamte Organisation und Verwaltung der Beratungsstellen ist vor allem für die vielen kleinen Vereine die diese Beratung anbieten ein Kraftakt. Dabei können sie in der Regel wenig von Erfahrungen andere Beratungsstellen profitieren, da es gerade in der Selbsthilfe solch professionelle Strukturen bisher nicht gab.

Nun haben diese Beratungsstellen nur bis Ende 2020 befristet ihre Förderbescheide erhalten und die Aufbauarbeit ist eigentlich noch gar nicht beendet bzw. scheint für viele umsonst, wenn ab Mitte 2020 schon wieder abgewickelt werden müsste. Eine gesetzliche Verstetigung dieser Beratungseinrichtungen ist vor diesem Hintergrund und angesichts der hohen Beratungszahlen umso wichtiger.

Was ist geplant?

Eine Entfristung der Förderung ist derzeit nicht sicher. Die Bundesregierung hat nun  im Entwurf eines Gesetzes zur Entlastung unterhaltsverpflichteter Angehöriger in der Sozialhilfe und in der Eingliederungshilfe eine Regelung zu § 32 SGB IX aufgenommen, um eine gesicherte Finanzierung vor 2022 und über 2022 hinaus gesetzlich zu verankern. Allerdings soll die Förderung durch eine Rechtsverordnung näher geregelt werden. Wie, wann und mit welchem Inhalt diese Rechtsverordnung in Kraft tritt ist derzeit nicht bekannt. Deshalb fehlen die klaren Spielregeln und eine neue bürokratische Hürde wird aufgebaut. Es gibt keine Planungssicherheit für die Beratungspioniere der EUTB.

Seitens des Bundesrates wurde in dessen Sitzung am 07.06.2019 beschlossen, dass in der Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung  des  Neunten  und  des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch und anderer Rechtsvorschriften die Befristung in § 32 SGB IX gestrichen wird. Der Bundestag hat über dieses Gesetz noch nicht abschließend entschieden.

Wir wollen eine sofortige Entfristung, weil:
  • die Träger der Beratungsstelle nicht langfristig planen können
  • die Beratenden befristete Arbeitsverträge haben
  • die Arbeitsassistenz für Beratende gesichert sein soll
  • die Unsicherheit sowohl die Träger, Beratenden und Ratsuchenden belastet
  • die Aufbauarbeit nicht umsonst gewesen sein soll
  • die Art der Beratung einzigartig ist
  • Peer-Counseling fest in die Teilhabeberatung integriert werden muss
  • viele Ehrenamtliche mit Herzblut bei der Sache sind
  • Hilfe zur Selbsthilfe mehr ist als ein Wort
  • Inklusion feste Konstanten braucht
  • die EUTB Beratungsstellen verlässliche Partner sein wollen
  • eine Fahrt ins Blaue nicht angetreten werden soll

kein richtiger Kurs eingeschlagen werden.

Wer kann bei der Challenge mitmachen und wie?

Jeder kann sich an der Challenge beteiligen und so einen Beitrag zur Entfristung leisten. Unten stehend befindet sich die Datei zum Aufdruck auf ein T-Shirt. Twittert ein Bild mit dem T-Shirt von Euch mit einem Statement zur EUTB unter dem #EUTB4ever oder schickt uns beides zu, sowie die ausgefüllte unten stehende Erklärung zur Einwilligung der Veröffentlichung an info(at)teilhabe-beratung.de.

T-Shirt Challenge EUTB4ever Aufdruck

Einwilligung Veröffentlichung