Unsere Netzwerker in Göttingen

Zu sehen sind die Beratenden der EUTB Stelle. Zwei Männer sitzen. Dahinter stehen zwei Frauen. Im Hintergund eine Wand mit Broschüren und Ratgebern.
Unsere Netzwerker in Göttingen

Träger der Beratungsstelle ist die Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V. Dahinter steht das „Netzwerk EUTB“, welches die Beratungsstelle berät. Das Gremium, besteht aus derzeit circa 18 Vereinen, Selbsthilfegruppen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Es unterstützt die Arbeit der Beratungsstelle. So ist ein großes und effizientes Netzwerk entstanden. Das Gremium „Netzwerk EUTB“ hat einen Beirat aus 18 Personen gebildet. Zwei Mal im Jahr trifft sich der Beirat mit Vertretern der Beratungsstelle und des Trägers, um gemeinsam zu klären, wo Unterstützung notwendig ist und wie diese gestaltet werden kann.

Das Beratungsteam besteht aus der Koordinatorin und Beraterin Kirsten Laser, den Beratern Linus Müthing und Erik Kleinfeldt sowie im Backoffice  Silke Schmidt. Das Team wird derzeit von 8 ehrenamtlichen Beratenden mit und ohne Behinderung unterstützt. Die Tandem-Beratung kann so ein fester Bestandteil der EUTB-Netzwerk SHK Göttingen sein. Zwei Ausbildungen von ehrenamtlich Beratenden zu Peer-Counseler laufen.

Das Wirkungsgebiet der Beratungsstelle

Die EUTB-Netzwerk SHK Göttingen hat am 01.01.2018 ihre Türen geöffnet. Neben der Hauptberatungsstelle in Göttingen betreut das Team auch Außenberatungsstellen in Duderstadt, Osterode und Hann. Münden. Die aufsuchende Beratung ist im Einzelfall natürlich möglich. Die Beratungsstelle ist mit den EUTB-Beratungsstellen in Niedersachsen vernetzt. Sie hat eine eigene Webseite, ist bei Facebook. Ein Flyer gibt wichtige Infos zur EUTB, klärt Fragen und stellt die Mitglieder des „Netzwerk EUTB“ vor.

Guter Start – mit kleinen Schwierigkeiten

Von Beginn an wurde die EUTB-Netzwerk SHK Göttingen von Ratsuchenden angefragt. Passende Räumlichkeiten und Personal waren schnell gefunden. Aber dass es so schwierig werden würde, die beantragte Arbeitsassistenz für den Peer-Counseler zu bekommen, hat die MitarbeiterInnen in der Beratungsstelle doch sehr verwundert. Die Assistenz wurde vom Rentenversicherungsträger nicht im vollen Umfang bewilligt. Das ist eine Schwierigkeit, die das gesamte Team bis heute zu bewerkstelligen hat. Ärgerlich ist auch, dass durch die Verwaltungskostenpauschale zwar Fahrtkosten für die aufsuchende Beratung im beantragten Rahmen erstattet werden, nicht aber die Fahrten zu den Außenstellen der EUTB- Beratungsstelle. „Das alles ist völlig unverständliche Bürokratie, die sowohl den Träger wie auch das Beratungsteam mürbe machen kann.“, so Kirsten Laser.

 

Nachfrage für EUTB – Beratung enorm angestiegen!

Bis Ende Juni hat die Beratungsstelle fast so viele Beratungen durchgeführt, wie im ganzen letzten Jahr. Dies ist ein Beweis für die Etablierung der EUTB-Netzwerk SHK Göttingen in der Beratungslandschaft. Unter den Ratsuchenden ist nach dem Eindruck der Beratenden die Mehrheit selbst betroffen. Auch Angehörige nehmen die Beratung in Anspruch. Hauptinhalt der Beratung ist zunächst die Analyse der aktuellen Lebenslage. So können die Beratenden Selbsthilferessourcen erkennen und Teilhabeangebote unterbreiten. Häufig geht es um die Frage, wie Leistungen beantragt werden und der Ratsuchende mit Behörden umgehen kann. Zu den Hauptthemen, die immer wieder im Mittelpunkt stehen gehören zum Beispiel: Arbeit, Assistenz, Pflege, Wohnen, Schwerbehindertenausweis, Budget für Arbeit, persönliche Budget

Beratung ausschließlich für den Ratsuchenden

„Es ist uns sehr wichtig, dass allein der Ratsuchende bestimmt wo es hingeht und was gemacht wird. Er soll es in der Hand haben und bestimmen. Dies ist ein wichtiges Element für die Hilfe zur Selbsthilfe. Wir sind allein dem Ratsuchenden verpflichtet. Wir reden ihm nicht ein was er braucht. Wir zeigen Möglichkeiten und Wege. Wenn er alle Informationen hat, dann bestimmt der Klient welchen Weg wir gehen.“, so die Koordinatorin Kirsten Laser. Wichtig ist den Ratsuchenden gute Beratung, dies kann auch Peer-Beratung sein. Oftmals kann über die gleichen Erfahrungen ein besonderes Vertrauensverhältnis geschaffen werden. „Man merkt richtig, wie in der Beratungssituation ein Schalter umgelegt wird, wenn der Peer-Aspekt offenbar wird. Das ist dann eine ganz andere Ebene.“, so die Koordinatorin Kirsten Laser weiter.

Fazit

„Wir merken, dass wir gebraucht werden. Wir investieren viel und engagieren uns aus Überzeugung für die EUTB. Deshalb wünschen wir uns eine sichere und dauerhafte Finanzierung.“, so Kirsten Laser. In diesem Sinne EUTB4ever!

Presse über die EUTB Göttingen